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  • Die richtige Grösse finden: Massband, Grössentabelle und der Vergleich mit dem eigenen Schrank

    Redaktion AlpineBoo


    Von Marisa Brunner, Redaktion Alpine Boo · veröffentlicht am 5. August 2026

    In unserem Sortiment stehen sehr unterschiedliche Grössensysteme nebeneinander. Bei Kleidung finden Sie Buchstabengrössen von XXS bis 5XL, daneben europäische Nummern von 34 bis 50. Schuhe laufen meist über die EU-Nummerierung von 34 bis 48, einzelne Modelle zusätzlich in einer angelsächsischen Zählung. Ringe werden teils als Nummer, teils direkt als Innendurchmesser in Millimetern angeboten, Handschuhe gelegentlich als Handumfang in Zentimetern, Gürtel als Längenangabe. Wer diese Angaben einmal systematisch liest, spart sich viel Ausprobieren.

    Warum Grössen nicht überall gleich ausfallen

    Eine Grössenangabe ist keine Norm, sondern eine Entscheidung des jeweiligen Herstellers. Unser Sortiment stammt von mehreren Lieferanten, und schon deshalb kann ein «M» von einem Anbieter anders sitzen als ein «M» von einem anderen. Dazu kommen drei weitere Einflüsse:

    • Der Schnitt. Ein bewusst weit geschnittenes Sommerkleid und eine körpernahe Bluse können dieselbe Grössenbezeichnung tragen und trotzdem völlig unterschiedlich wirken.
    • Das Material. Gewebe ohne Stretchanteil verzeiht wenig. Strick und elastische Mischgewebe geben nach und wirken dadurch grosszügiger.
    • Die Bezugsgrösse der Tabelle. Manche Tabellen nennen Körpermasse, andere die flach ausgemessenen Masse des fertigen Kleidungsstücks. Das sind zwei verschiedene Dinge.

    Deshalb lohnt es sich, bei jedem Artikel die Angaben auf der jeweiligen Produktseite zu lesen, statt sich auf die Grösse zu verlassen, die man «immer» trägt.

    Drei Masse, die fast immer reichen

    Oberkörper und Rumpf

    Nehmen Sie ein weiches Massband und messen Sie über dünner Kleidung, nicht über einem Pullover. Das Band liegt waagrecht an, es soll anliegen, aber nichts eindrücken. Gemessen werden Brustumfang an der breitesten Stelle, Taillenumfang an der schmalsten Stelle und Hüftumfang wiederum an der breitesten Stelle. Notieren Sie die drei Werte in Zentimetern und heben Sie sie auf, dann müssen Sie beim nächsten Einkauf nicht neu messen.

    Längen

    Für Hosen brauchen Sie die Innenbeinlänge, gemessen vom Schritt bis zum gewünschten Saumende. Für Oberteile hilft die Rückenlänge von der Halsmitte bis zum gewünschten Abschluss, für Jacken zusätzlich die Ärmellänge von der Schulternaht bis zum Handgelenk. Längen sind der häufigste Grund für Unzufriedenheit, obwohl die Weite eigentlich stimmt.

    Fusslänge

    Stellen Sie ein Blatt Papier an eine Wand, treten Sie mit der Ferse an die Wand und markieren Sie die Position der längsten Zehe. Der Abstand zwischen Blattkante und Markierung ist Ihre Fusslänge in Zentimetern. Messen Sie beide Seiten; die Werte sind selten identisch. Für die Auswahl zählt der grössere Wert. Wenn Sie Socken einer bestimmten Stärke tragen möchten, messen Sie gleich mit diesen Socken.

    Der Abgleich mit dem eigenen Schrank

    Die zuverlässigste Referenz liegt bereits bei Ihnen zu Hause. Suchen Sie ein Kleidungsstück derselben Kategorie, das Ihnen gut passt, legen Sie es flach auf den Tisch und messen Sie es aus: Brustweite von Achselnaht zu Achselnaht, Gesamtlänge, Ärmellänge, bei Hosen Bundweite und Innenbeinlänge. Diese Werte lassen sich direkt mit einer Produkttabelle vergleichen, die flache Masse angibt. Bei Schuhen leistet die Einlegesohle eines gut sitzenden Paares denselben Dienst: herausnehmen, Länge messen, vergleichen.

    Die Angaben auf der Produktseite lesen

    Bei einem Teil unserer Artikel steht eine Masstabelle direkt in der Produktbeschreibung. Prüfen Sie dort zuerst, worauf sich die Zahlen beziehen. Steht in der Kopfzeile «Körpermass», suchen Sie die Zeile, in der Ihre eigenen Werte liegen. Steht dort «Kleidungsstück» oder werden Brustweite und Länge nebeneinander genannt, handelt es sich um flache Masse, und Sie brauchen den Vergleich mit dem eigenen Schrank.

    Die Auswahlfelder über dem Warenkorb heissen je nach Artikel «Grösse», «Schuhgrösse», «Ringgrösse», «Handschuhgrösse» oder «Gürtellänge». Manche Artikel haben nur die Auswahl «Einheitsgrösse»; dann ist die Passform bewusst weit gehalten, und die Massangaben in der Beschreibung sind umso wichtiger. Findet sich zu einem Artikel keine Tabelle, hilft unser Kundendienst über die Kontaktseite weiter.

    Sonderfälle: Ringe, Handschuhe, Gürtel

    • Ringe. Ein Teil der Modelle nennt eine Nummer, ein anderer den Innendurchmesser in Millimetern. Den Durchmesser eines Rings, den Sie bereits besitzen, können Sie mit einem Lineal über die Innenkante abmessen. Einzelne Modelle sind als «einstellbar» oder «anpassbar» gekennzeichnet und decken einen Bereich ab.
    • Handschuhe. Massgebend ist der Umfang der Hand ohne Daumen, gemessen an der breitesten Stelle. Einige Modelle nennen diesen Bereich direkt in Zentimetern.
    • Gürtel. Die Länge bezieht sich auf den Gürtel, nicht auf die Konfektionsgrösse. Messen Sie einen Gürtel, den Sie tragen, vom Dornansatz bis zum meistgenutzten Loch.

    Wenn Sie zwischen zwei Grössen liegen

    Diese Faustregeln haben sich in der Praxis bewährt: Bei festen, wenig dehnbaren Geweben und bei Artikeln, die Sie über anderer Kleidung tragen möchten, wählen Sie die grössere Angabe. Bei Strick und elastischen Materialien sowie bei bewusst körpernahen Schnitten führt die kleinere Angabe meist zum gewünschten Bild. Bei Schuhen entscheidet die Länge, nicht das Gefühl beim ersten Blick auf die Zahl.

    Wenn ein Artikel doch nicht passt, gelten die Bedingungen, die in unserem Widerrufsrecht beschrieben sind. Stöbern lässt sich in aller Ruhe in Damenmode, Herrenmode und Schuhe & Komfort.